Wer in Hamm ein Haus baut, denkt meist zuerst an Grundstück und Baukosten. Doch viele unterschätzen die Nebenkosten, die zusätzlich anfallen. Diese Ausgaben können mehrere Prozent des Gesamtbudgets ausmachen und sollten von Beginn an eingeplant werden.

Zu den wichtigsten Nebenkosten zählt zunächst die Grunderwerbsteuer. Sie fällt beim Kauf eines Grundstücks an und wird vom Finanzamt erhoben. Hinzu kommen Notar- und Grundbuchkosten, die beim Eigentumsübergang entstehen. Wer mit einem Makler arbeitet, muss außerdem mit einer Maklerprovision rechnen. Diese Kosten entstehen bereits, bevor der eigentliche Bau beginnt.

Während der Bauphase kommen weitere Ausgaben hinzu. Dazu gehören Gebühren für die Baugenehmigung, Kosten für Vermessung und eventuelle Bodengutachten. Auch die Erschließung des Grundstücks – also der Anschluss an Wasser, Strom, Abwasser, Telekommunikation und Gas – ist mit Aufwand verbunden. Diese Beträge können je nach Lage und Zustand des Grundstücks stark variieren.

Nicht zu unterschätzen sind die Hausanschlusskosten. Sie entstehen, wenn das neue Gebäude an das bestehende Versorgungsnetz angeschlossen wird. Auch Baustrom und Bauwasser müssen eingerichtet und nach Verbrauch bezahlt werden. Wer eine Baustelleneinrichtung benötigt, sollte zudem Absperrungen, Container oder Zufahrten einkalkulieren.

Nach dem Bau fallen weitere Nebenkosten an, bevor das Haus bezugsfertig ist. Außenanlagen, Zuwegungen und Garten gestalten sich oft teurer, als ursprünglich gedacht. Auch die Einrichtung von Einfahrt oder Terrasse gehört meist nicht zum Hauspreis. Ebenso wichtig sind Kosten für Versicherungen, wie die Bauherrenhaftpflicht oder die Feuerrohbauversicherung, die während der Bauzeit Pflicht sind.

In Hamm können zudem regionale Besonderheiten Einfluss haben. Bei Baugrundstücken in Neubaugebieten kommen häufig Anliegerbeiträge hinzu, etwa für Straßenbeleuchtung oder Gehwege. Auch Kanalanschluss- oder Regenwassergebühren können zusätzlich berechnet werden.

Um unliebsame Überraschungen zu vermeiden, sollte ein Finanzierungsplan alle Nebenkosten realistisch abbilden. Viele Bauherren setzen hierfür pauschal 10 bis 15 Prozent der Bausumme an. Wer genaue Angebote einholt und alle Posten schriftlich festhält, behält die Übersicht.

Der Hausbau in Hamm kann mit guter Planung reibungslos verlaufen. Wer die Nebenkosten von Anfang an berücksichtigt, schafft sich eine solide Grundlage für die Finanzierung und vermeidet Engpässe, wenn der Bau in die entscheidende Phase geht.